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2014
Stawarz / Busch / Thomé
Friday 09 January 2015 19.00 Winterjazz 2015, Stadtgarten, Cologne


 

Radek Stawarz - violin
Stevko Busch - piano
Christian Thomé - drums, percussion


Eurasische Plattentektonik liefert den nötigen Druck für auftürmende Verformung russischer, türkischer, armenischer westeuropäischer Gewächse, und reibt am Rand der Indischen Platte. Immer neue Gewürzkombinationen ergeben nicht unbedingt einen besseren Geschmack, daher lassen die drei Musiker auch nicht alles hören, was als neu gelten könnte. Viren von individueller Freiheit wollen ihr Improvisationstalent nutzen, um sich zu verbreiten, werden aber immer wieder von bestechend einfachen und schönen Melodien ebenso in Bann gehalten, wie von dem Wissen der drei Herren, wann man einfach mal leise sein sollte.


Seit Radek und Stevko einander im Rahmen einer Euregio tournee kennen lernten, haben sie in verschiednen Kombinationen zusammengearbeitet. Im Duo erarbeiteten sie Kompositionen und Improvisationen auf der Basis verschiedener Volksmusik und russisch Orthodoxen Gesängen. Letztere archaïsch anmutenden Melodien hat Stevko 2010 bearbeitet und seither in verschiedene Ensembles eingebracht. 
Mit dem erfindungsreichen Filigranpercussionisten Christian Thomé verbindet beide nicht nur eine Liebe zu Entdeckungsreisen auf klanglichem und stilistischem Gebiet, Christian spielt seit diesem Jahr auch in Stevko’s InnerTimeSpace, dei dem armenische Quellen und die Musik von Paul Motion in neue Kompositionen einfließen.

 

Radek Stawarz stammt aus Galizien in Polen und lebt seit zehn Jahren in Köln. Nach dem Studium an der Schlesischen Universität in Kattowitz ( Polen ) und der Musikhochschule Köln, gehört er heute mit seiner Violine und Viola zum festen Bestandteil der Kölner Improvisationsszene. Instrumentalunterricht bei  Gorjan Kosuta, Bill Dobins, John Taylor, Michael Gustorff, Frank Gratkowski. Seine Projekte liegen im Bereich Jazz und Neue Musik mit Orchestern, Big Bands, Kleinkunst und kleineren Ensembles, sowie im Bereich Rock,Blues, Folk mit Bands  aus dem In- und Ausland, dokumentiert auf zahlreichen CD Produktionen, sowie Film- und Theater Musik. Stawarz nahm bei Filmmusik-Aufnahmen mit Musikern der WDR Big Band unter der Leitung vom Manfred Schoff teil.

 

Mit dem "Five Spotz Quintett" gewann er im Jahre 2003 den Hochschulwettbewerb in Maastricht für Hochschulen aus Deutschland, Belgien und Holland. Ebenfalls im Jahre 2004 ging er im Rahmen des Kölner Wettbewerbs "Jazz Art" mit Simon Rummel's "Fantasmofonika" als Sieger hervor. Seit 2004 ist Radek Stawarz Mitglied des "James Choice Orchestra". Auftritte Moerser Jazz Festival, in der Kölner Philharmonie, Rodin-Museum (Paris), " Safarix" in Lisabon, etc. Seit 2005 Bühnenmusiker im Schauspielhaus Köln "Europa für Anfänger", "Die Nibelungen", "Das Wunschkonzert", etc

 

"...Stawarz mit temperamentvoller und nuancenreicher Fidel. Eine Violine, wie man die selten hört. Man sieht Chagall-Bilder vor sich..."    Jazz Podium 


 

Christian Thomé, lebt in Köln, arbeitet als Schlagzeuger, Komponist, Arrangeur, Produzent und Pädagoge. Er gehört zu den wenigen Schlagzeugern, die eine eigene Sprache gefunden haben. Sein originäres und klangfarbenreiches Schlagzeugspiel ermöglicht ihm den seltenen Spagat sich in ganz unterschiedlichen Musikstilen zu profilieren. Seine Projekte erstrecken sich von zeitgenössischem Jazz über Weltmusik, experimentelle Elektronik und Popmusik bis hin zur Klassik.

 

Stevko Busch hat mit seiner Galerie der Töne eine Plattform geschaffen, die seit der Konzertserie “Pianolab” im Amsterdamer Goethe Institut (2006-2012) regelmäßig seine eigenen wie auch die Projekte seiner Kollegen vorstellt. Nach der Inspiration durch seinen Lehrer Misha Mengelberg entwickelte sich Stevko´s Musik vom avandgardistischen Jazz und freier Musik hin zu der Einfachheit und Schönheit traditioneller Lieder, Weltmusik und ritueller Musik.  Mit den hieraus hervorgehenden musikalischen Mitteln und Spielweisen aus den verschiedensten Teilen der Welt improvisiert er aus der Stille heraus, in der Regel auf dem Flügel, seit Sommer 2013 auch wieder auf dem e-Piano.